Die Ausrichtung des Studiums auf eine anwendungsbezogene Optometrie berücksichtigt den steigenden Bedarf an Gesundheitsdienstleistungen rund um das Auge, der sich aus der demografischen Entwicklung und den immer höher werdenden Anforderungen an das Sehen ergibt. Studierende verbringen fast die Hälfte ihrer Studienzeit in Praktika, in denen von den ersten Studientagen an die Fehlsichtigkeit des Auges bestimmt, Mess- und Untersuchungstechniken erprobt und Sehhilfen angepasst werden. Wichtige Kompetenzen zur sicheren Anwendung der Optometrie erlangen Studierende durch die Untersuchung, Sehilfenversorgung und Beratung realer Kundinnen/Kunden und Patientinnen/Patienten in den klinischen Praktika sowie in den Praxisphasen.

Praxisphase - Das Gelernte anwenden

Für alle Studierenden sieht der Studienplan eine Praxisphase, ab 2019 zwei Praxisphasen vor. Diese fördern die Verknüpfung des bisher Erlernten mit den Anforderungen des beruflichen Alltags. So können wichtige fachliche und soziale Kompetenzen erlangt oder vertieft werden.

Die Praxisphase(n) können an einem einzelnen oder an mehreren Praktikumsplätzen verbracht werden und beispielsweise Aufgaben zur Bestimmung und Anfertigung von Brillen, zur Anpassung von Kontaktlinsen, zur optometrischen Untersuchung oder zu Projekten und Produktionsabläufen umfassen. 

Das große Netzwerk der Hochschule erlaubt es, den Praktikumsplatz individuell auszuwählen und so bereits während des Studiums einen Schwerpunkt für die künftige berufliche Tätigkeit zu setzen. Dafür eignen sich augenoptische Fachgeschäfte, spezialisierte Institute, Augenarztpraxen, Augenkliniken, die augenoptische Industrie, Universität mit vergleichbarem Studienangebot im Ausland oder Forschungsinstitute. 

Die Praxisphase endet mit einem durch die Studierenden anzufertigenden Bericht, einem Arbeitszeugnis sowie einer Benotung durch Lehrkräfte der Hochschule.