Frage: Worin besteht der Unterschied zu einem Vorbereitungskurs für die Meisterprüfung?

Antwort: Zunächst ist ein Studium deutlich länger als ein Vorbereitungskurs, so dass Inhalte sowohl in einer wesentlich größeren Brandbreite als auch in einer größeren Tiefe vermittelt werden können. Deutlich über dem Niveau der Meisterprüfung stehen die im Hochschulstudiengang vermittelten klinischen und wissenschaftlichen Kompetenzen. Es gibt aber auch größere inhaltliche Überlappungen, wie zum Beispiel die in den Teilen I und II der Meisterprüfung geforderten augenoptischen Kompetenzen (Refraktionsbestimmung, KL-Anpassung, Brillenoptik und  -Anpassung, vergrößernde Sehhilfen u.a.).

 

Frage: Kann ich mich für ein Studium bewerben, wenn ich kein (Fach-)Abitur habe?

Antwort: Der Zugang zum Studium ist auch ohne Abitur möglich, wenn Sie nach der abgeschlossenen Berufsausbildung eine dreijährige Berufserfahrung als Augenoptiker nachweisen können.

 

Frage: Kann ich mich für ein Studium bewerben, wenn ich zum Zeitpunkt der Bewerbung noch kein Zeugnis für die Berufsausbildung habe?

Antwort: Das Zeugnis für die Berufsausbildung kann bis zum Beginn des ersten Studiensemester nachgereicht werden.

 

Frage: Kann ich als Bewerber abgelehnt werden, z.B. auf Grund des Notendurchschnitts auf dem Abiturzeugnis?

Antwort: Wenn Sie über ein (Fach-)Abitur und einen Berufsabschluss als Augenoptiker verfügen, ist der Studienplatz garantiert. Machen Sie sich also keine Sorgen, selbst wenn Sie lange auf die Zusage von der Studienverwaltung warten müssen.

 

Frage: Kann ich verkürzt studieren, wenn ich bereits einen Meisterbrief oder ein Fachschulzeugnis der Fachrichtung Augenoptik habe?

Antwort: Ja, Sie können im Verlaufe des ersten Semesters eine Anerkennung von Studienleistungen beantragen. Dafür müssen Sie den Lehrplan Ihrer bisherigen Einrichtung mit den studierten Fächern, den dafür aufgewendeten Unterrichtszeiten sowie die dazugehörigen Noten vorlegen. Mit einem Meister können bis zu 60 Credits und mit einem Fachschulabschluss bis zu 105 Credits anerkannt werden, was zu einer erheblichen Verkürzung des Studiums führen kann.

 

Frage: Darf ich mit einem Bachelor-Abschluss einen eigenen Augenoptiker-Laden führen und Lehrlinge ausbilden?

Antwort: der Hochschulabschluss berechtigt zum Eintrag in die Handwerksrolle und damit zum Führen eines Augenoptik-Betriebes. Die Eignung als Ausbilder wird während des Studiums in einem speziellen Modul erworben und von den meisten Handwerkskammern anerkannt.

 

Frage: Was kostet das Studium?

Antwort: Ein Studium der Augenoptik/Optometrie ist teuer, weil teure Geräte und spezielle Räume vorgehalten werden müssen, oft in kleinen Gruppen unterrichtet wird und besonders qualifiziertes Personal notwendig ist. So können leicht Kosten von € 10.000,- pro Student und Jahr zusammenkommen. Für das Studium an einer staatlichen Fach- oder Hochschule werden dennoch keine Studiengebühren erhoben (lediglich ein Semesterbeitrag, der v.a. für den öffentlichen Nahverkehr im Raum Berlin bestimmt ist). Für das Wohnen und Leben in Berlin erhalten Studierende unter bestimmten Voraussetzungen  eine BAföG-Förderung, eine finanzielle Unterstützung durch die Eltern oder arbeiten neben dem Studium in Teilzeit.  

 

Frage: Kann ich neben dem Studium in Teilzeit arbeiten?

Antwort: Der Stundenplan wird in der Regel so gestaltet, dass Sie mindestens an einem Tag der Woche einen Teilzeitjob ausüben können. Wesentlich größere  Freiräume bieten die vorlesungsfreien Zeiten (ca. 16 Wochen/Jahr).  Viele Berliner Augenoptiker und Augenärzte bieten Teilzeitjobs für gelernte Augenoptiker an, so dass jeder eine geeignete Arbeitsstelle findet.