Etwa jeder zweite in Deutschland lebende Mensch benötigt eine Sehhilfe oder leidet an einer Augenkrankheit. Die Bestimmung der Fehlsichtigkeit und die Versorgung mit verschiedenen Sehhilfen stehen im Mittelpunkt der Tätigkeit eines Augenoptikers. Optometristen beurteilen darüber hinaus verschiedene Sehfunktionen und den Gesundheitszustand der Augen, beispielsweise zum Zwecke einer Vorsorgeuntersuchung oder um eine Augenkrankheit von einem Brechungsfehler als Ursache für eine Sehverschlechterung abgrenzen zu können. 

Hierzulande gehören Optometristen einem noch jungen Berufszweig an und sind deshalb erst wenig bekannt, doch in Ländern mit einer weiter fortgeschrittenen Berufsentwicklung gelten sie schon heute als erste Ansprechpartner für Sehprobleme aller Art und nehmen damit eine wichtige Lotsenfunktion zwischen Augenoptikern und Augenärzten ein. Sie sind angesehene Absolventen von Hochschulen oder Universitäten und verfügen über Berufsrechte, welche bis hin zur Behandlung von Augenerkrankungen reichen können. Die international übliche Rollenverteilung von Augenoptikern, Optometristen und Augenärzten wird in diesem Youtube-Video anschaulich erklärt.  

In Deutschland gehört der Augenoptikerberuf zu den Gesundheitshandwerken, weshalb auf die handwerklich geprägte Berufsausbildung zum Augenoptiker-Gesellen oft eine Meisterprüfung folgt. Mit einem Meistertitel erwerben Augenoptiker verschiedene Berufsrechte, zu denen das selbständige Führen eines Fachgeschäftes, verschiedene Tätigkeiten im Prüfraum sowie das Recht zur Ausbildung von Augenoptikergesellen gehört. 

In Deutschland sind Optometristen zumeist Augenoptiker mit einer höheren Qualifikation, wie zum Beispiel einem Hochschulabschluss. Sie verfügen über die gleichen Kenntnisse und Berufsrechte wie ein Augenoptikermeister, jedoch zusätzlich über jene fachlichen und klinischen Kompetenzen, die zur sach- und fachgerechten Untersuchung des Auges sowie zur Interpretation der Befunde erforderlich sind. Um diese Kompetenzen erwerben zu können, durchlaufen sie einen längeren und breiter gefächerten Ausbildungsweg. Außer in Augenoptik-Geschäften arbeiten sie in Augenarztpraxen, Augenkliniken, Zentren für Refraktive Chirurgie, in der beruflichen Bildung oder in der augenoptischen Industrie.  

Mit einem Studium der Augenoptik/Optometrie an der Beuth Hochschule sind Sie für beide Fachrichtungen bestens gerüstet und sowohl auf aktuelle wie auch auf künftige berufliche Entwicklungen vorbereitet.