Ablauf und Aufbau der Qualifikationsphasen

 

Die Teilnehmenden am ausbildungsintegrierenden dualen Studienmodell im Fach Elektrotechnik werden in bis zu vier Jahren zum/-r Facharbeiter/in in einem anerkannten Ausbildungsberuf, z.B. „Elektroniker/-in für Betriebstechnik“ oder „Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik“, ausgebildet und absolvieren ein konsekutives Bachelorstudium am Fachbereich Elektrotechnik, das sie mit dem Abschluss „Bachelor of Engineering (B.Eng.)“ abschließen. Während der gesamten Qualifikationszeit werden abgestimmte Inhalte im Wechsel von Theorie und Praxis vermittelt. Dabei werden die Teilnehmenden über die Hälfte der Zeit im Unternehmen eingesetzt und vertiefen so ihre Fähigkeiten, während sie zugleich Erfahrungen in ihrem Beruf sammeln.

 

Schritt 1: Die Berufsausbildung

 

Die duale Berufsausbildung

In der ersten Qualifikationsphase werden die Teilnehmenden dual ausgebildet. Am OSZ TIEM erhalten sie ihre berufstheoretische Ausbildung, die im Ausbildungsunternehmen mit der berufspraktischen Ausbildung abgestimmt wird. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis werden die Teilnehmenden optimal auf die Berufsabschlussprüfung vorbereitet und können diese bereits nach zwei Jahren abgelegen. Es ist möglich, die Prüfung sowohl bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) abzulegen, z.B. als „Elektroniker/-in für Betriebstechnik“, als auch bei der Handwerkskammer (HwK), z.B. als „Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik“.

Die Brückenkurse

Die Ausbildungsfächer sind mit dem Fachbereich Elektrotechnik der Beuth Hochschule abgestimmt. Ab dem 2. Ausbildungshalbjahr nehmen die Auszubildenden an Brückenkursen teil, die sie als Fernstudium ausbildungsbegleitend studieren. Hierbei greifen verschiedene didaktische und methodologische Verfahren ineinander. Neben dem Selbststudium und wenigen Präsenzphasen zur Prüfungsvorbereitung kommen insbesondere onlinebasierte Lehr- und Lernformen zur Anwendung. Die Beuth Hochschule greift dabei auf jahrelange Erfahrungen des Fernstudieninstituts in der Digitalisierung der Lehre zurück, um die Ausbildungsinhalte auf Hochschulniveau zu vertiefen. Diese Inhalte ergänzen die berufstheoretische Ausbildung am OSZ und machen es möglich, dass nach Abschluss der Ausbildung die niveaugleiche Immatrikulation ins 4. Fachsemester an der Beuth Hochschule für Technik erfolgt.

 

Der rechtliche Rahmen

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf „Elektroniker/-in für Betriebstechnik“ entnehmen Sie bitte der Webseite der IHK Berlin. Dort werden Ihnen auch die Verordnung über die Berufsausbildung nebst Rahmenlehrplan sowie der Ausbildungsplan bzw. die sachliche und zeitliche Gliederung der Berufsausbildung bereitgestellt.

Wenn Sie sich über den Ausbildungsberuf „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik“ informieren wollen, dann empfehlen wir die Webseite der HwK Berlin. Der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Elektroniker - Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik enthält eine Aufstellung der Ausbildungsinhalte.

Die Bundesagentur für Arbeit hat Steckbriefe zu den Ausbildungsberufen „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik“ erstellt. Dort finden Sie auch Verweise auf die rechtlichen Regelungen für die Ausbildung.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Dort ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Elektroniker und zur Elektronikerin einsehbar. Ferner finden Sie dort das Berufsbildungsgesetz, das die Berufsausbildung in Deutschland regelt und Rechte und Pflichten festlegt.

 

 

Schritt 2: Das Studium

 

Die Immatrikulation und Spezialisierung

Im Anschluss an die erfolgreich absolvierten Brückenkurse und die bestandenen Abschlussprüfungen der Berufsausbildung erfolgt die niveaugleich Immtrikulation in das 4. Fachsemester in der Elektrotechnik an der Beuth Hochschule für Technik und die Spezialisierung auf

Elektronische Systeme,

Energie- und Antriebssysteme oder

Kommunikationstechnik.

 

Der Studienverlauf

Die Regelstudienzeit für das ausbildungsintegrierende duale Studium beträgt vier Semester. Für die ersten drei Semester des auf insgesamt sieben Semester angelegten Studiengangs werden die Inhalte der Ausbildung und der Brückenkurse anerkannt. Aufgrund dieser Äquivalenz ist eine Immatrikulation ins 4. Fachsemester möglich. Es folgt das Studium der regulären Fachsemester 4 bis 7 mit den in der Studien- und Prüfungsordnung festgelegten Inhalten. Das Studium wird im 7. Semester mit der Bachelorarbeit abgeschlossen, die im ausbildungsintegrierenden dualen Modell im Unternehmen verfasst wird. Das erfolgreich absolvierte Studium erlaubt es, den akademischen Grad „Bachelor auf Engineering (B.Eng.)“ im Fach Elektrotechnik zu führen. Der Abschluss ist berufsqualifizierend.

Während des Studiums können Sie bereits als Facharbeiter/-in im Unternehmen eingesetzt werden und Berufserfahrung sammeln.

 

Der rechtliche Rahmen

Eine Übersicht über den Studienaufbau entnehmen Sie bitte der Studien- und Prüfungsordnung.  Eine detaillierte Beschreibung der Module ist im Modulhandbuch hinterlegt. Neben diesen studiengangsspezifischen Ordnungen regelt die Rahmenstudien- und Prüfungsordnung die studien- und prüfungsrechtlichen Belange hochschulweit. Dazu gehört beispielsweise die Möglichkeit, vorher erworbene Kompetenzen für das Studium anzuerkennen. Die Hochschule selbst wiederum fällt unter die Jurisdiktion des Berliner Hochschulgesetzes.

 

 

Schritt 3: Die Abschlussarbeit

 

Aufbauend auf die gewählte Spezialisierung wird nach dem erfolgreichen Studium der Wahl- und Pflichtmodule sowie nach Abschluss der Praxisphasen eine Abschlussarbeit im Unternehmen angefertigt. Der Bearbeitungszeitraum der Abschlussarbeit beträgt 3 Monate. Sie wird von einem/-r Betreuer/-in im Unternehmen und einem/-r Betreuer/-in aus der Gruppe der Hochschullehrenden an der Beuth Hochschule für Technik begleitet und abgenommen. Die Themenwahl erfolgt in Absprache mit dem Ausbildungsunternehmen und dem Fachbereich.

Mit der Abgabe und Benotung der Bachelorarbeit wird das Studium in bis zu vier Jahren abgeschlossen und der Titel „Bachelor of Engineering“ verliehen. Die Teilnehmenden am ausbildungsintegrierenden dualen Studium verfügen am Ende ihrer Qualifikationsphasen über einen anerkannten Berufsabschluss und einen berufsqualifizierenden akademischen Grad. Mit zwei Abschlüssen in bis zu vier Jahren sind sie nun „doppelt gut“ auf den Einsatz im Unternehmen vorbereitet.