Häufig gestellte Fragen

Das Bachelorstudium der Lebensmitteltechnologie beginnt zweimal jährlich, zum Wintersemester und zum Sommersemester. Weitere Angaben erhalten Sie über die Zentrale Studienberatung.

Das Masterstudium beginnt nur einmal im Jahr, immer zum Sommersemester.

Numerus clausus ist lateinisch und bedeutet „beschränkte Zahl“. Gemeint ist damit die Begrenzung der Zahl der Studienplätze. Da Grenzwerte vorab nicht festgelegt werden und immer von der Menge und der Qualität der Bewerbungen abhängt, ist der Ausgang des Zulassungsverfahrens nie vorhersehbar.

Beim Masterstudium wird ein qualifizierter Studienabschluss im Bachelorstudium verlangt.

Weder für das Bachelor- noch für das Masterstudium ist ein Vorpraktikum erforderlich.

Folgende Berufsausbildungen sind für eine vorläufige Immatrikulation anzuerkennen:

  • Bäcker/in
  • Brauer/in
  • Fleischer/in
  • Fachkraft für Lebensmitteltechnik
  • Fachkraft für Süßwarentechnik
  • Fischwerker/in
  • Koch/Köchin
  • Konditor/in
  • Konserventechniker/in
  • Lebensmitteltechniker/in
  • Molkereifachmann/frau

Über die Gleichwertigkeit von Berufsausbildungen oder Fachrichtungen mit anderen Bezeichnungen als den oben genannten entscheidet der/die Dekan/in (Herr Prof. Prowe).

Die Regelstudienzeit bis zum Bachelorabschluss beträgt ab dem Sommersemester 2012 nun 7 Semester, das sind 3 1/2 Jahre, (bisher 6 Semester), für den konsekutiven Masterstudiengang 4 Semester, das sind 2 Jahre (ab Sommersemester 2016 dann 3 Semester).

Das Bachelorstudium vermittelt breites Grundlagenwissen in mathematisch/naturwissenschaftlichen sowie ingenieurwissenschaftlichen Fächern. Es wird ergänzt durch Fächer der Technologie und Qualitätssicherung von Lebensmitteln. Darüber hinaus werden betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt und in Unterrichtsformen wie Projektarbeiten Sozialkompetenz gefördert.

Eine ausgedehnte Praxisphase soll den Studierenden Erfahrungen in betrieblichen Abläufen vermitteln. Die Absolventinnen und Absolventen sollen befähigt werden, sowohl in Industrie als auch Behörden in Produktion bzw. Qualitätssicherung von Lebensmitteln und verwandten Bereichen eigenverantwortlich tätig zu sein.

Das Masterstudium dient der theoretischen Vertiefung sowie dem Kennenlernen der Technologie neuer Lebensmittelgruppen wie Functional Food, Novel Food und ökologisch produzierte Lebensmittel sowie spezieller Verfahren und Methoden der Qualitätssicherung von Lebensmitteln – alles mit dem BHT-typischen Praxisbezug.

Darüber kann Ihnen der Beauftragte für die Anerkennung von Studienleistungen (Herr Prof. Seidler) Auskunft erteilen. Er entscheidet über die Äquivalenz von Fachinhalten.

Nach Erreichen des Abschlusses „Bachelor of Science“ können Sie direkt ins Berufsleben einsteigen oder mit einem qualifizierten Abschluss einen Masterstudiengang absolvieren. Tätigkeitsfelder in der Lebensmittelindustrie sind u.a. Produktion, Vertrieb und Qualitätssicherung von Lebensmitteln, Maschinen- und Anlagenbau, Produktentwicklung und anwendungsbezogene Forschung usw.

Eine hundertprozentige Garantie gibt es dafür nicht. Deshalb sollte man ehrlich zu sich selbst sein und im Vorfeld genau die eigenen Stärken und Schwächen abschätzen. Denn „nur“ mit Ernährung und Zubereitung von Lebensmitteln hat das Studium nicht viel zu tun. Es ist vor allem natur- und ingenieurwissenschaftlich ausgerichtet und zudem sehr „experimentell“. In zahlreichen Laborübungen ist man neben der Theorie immer dicht an der Praxis. Das Studium bietet aber auch eine Vielzahl an Möglichkeiten sich zu spezialisieren, so können die Einsatzgebiete nach dem Abschluss sehr vielfältig sein. Auf den Seiten dieser Internetpräsenz gibt es genug Informationen und Ansprechpartner rund um das Studium an der BHT-Berlin, die sicherlich bei einer Entscheidung helfen.

Allgemein wird die Konzeption einer generalistischen Ausbildung verfolgt. Dabei bietet ein breites Fächerspektrum mit zahlreichen Wahlmöglichkeiten von naturwissenschaftlich/technischen sowie betriebswirtschaftlichen Grundlagen im Bereich der Lebensmitteltechnologie und der Qualitätssicherung eine individuelle Gestaltung des Studiums ohne frühe Festlegung auf Vertiefungen und Spezialisierungen.

Ein wichtiger Grundbaustein sind die mathematisch/naturwissenschaftlichen Fächer, die eine dauerhafte Basis für lebenslanges (Weiter-)Lernen sind. Sie sollen den Studierenden befähigen, sich in der späteren Berufspraxis auf immer neue Problemstellungen einstellen zu können. Darüber hinaus legt man großen Wert auf den Fremdsprachenerwerb. Er wird aktiv gefördert und zum Beispiel mit dem Fach „Rhetorik und Präsentationstechniken“ gekoppelt.

Anhand von fachlich geeigneten Texten soll die Praxis von Verhandlungen und Besprechungen sowohl in deutscher als auch englischer Sprache geübt werden. Hiermit wird u.a. auch eine Voraussetzung geschaffen, im Masterstudiengang an evtl. englischen Lehrveranstaltungen und ggf. Prüfungen teilnehmen zu können.

Im Rahmen der neu eingeführten „Projektarbeit“, die ca. die Hälfte des 5. Semesters umfasst, sollen neben interdisziplinären Verknüpfungen auch fachübergreifende Kompetenzen – wie Kommunikations- und Teamfähigkeit – gefördert werden. Die Projektarbeit kann weiterhin zur Schärfung des individuellen Profils genutzt werden.

Die externe Praxisphase mit intensiver wissenschaftlicher Betreuung in einem ausgewählten Fachgebiet in Industrie oder wissenschaftlichen Institutionen ist ab dem 6. Semester geplant, woran sich auch die Erstellung der Bachelorarbeit knüpft .

Wenn gewünscht, kann von der „Projektarbeit“ über die „Externe Praxisphase“ bis hin zur „Bachelorarbeit“ eine fachliche Vertiefung berufsnah ausgebildet werden.

Mit rund 6.000 überwiegend mittelständischen Unternehmen, mehr als einer halben Million Beschäftigten und einem weiterhin steigendem Umsatz (120.4 Mrd. € im Jahr 2000, 128 Mrd. im Jahr 2003) zählt die Ernährungsindustrie zu den wichtigsten Industriezweigen Deutschlands. Insbesondere der Export trug in den letzten Jahren zu dem steigenden Umsatz bei.

Charakteristisch für die Lebensmittelindustrie in Deutschland ist der hohe Anteil regional verankerter aber auch weltweit operierender mittelständischer Unternehmen, die etwa 80 Prozent des Umsatzes ausmachen, ein erheblicher Anteil ist auch als Zusatzstofflieferant in der in der Produktentwicklung für andere Unternehmen aktiv. Forschungs- und Entwicklungsabteilungen finden sich vor allem in den international agierenden Großunternehmen, aber auch in Betrieben mit mittlerer Größe. Der Konsum an Halbfertig- und Fertigprodukten bzw. -gerichten zeigt eine weiterhin steigende Tendenz, daneben wird nach wie vor die Versorgung mit traditionellen Lebensmitteln gewährleistet: Im Umsatz stehen Fleisch und Milch bzw. -produkte an oberster Stelle (abnehmende Reihenfolge), alkoholische Getränke, Süß- und Backwaren, Obst- und Gemüseprodukte folgen.

Entsprechend vielfältig sind die beruflichen Einsatzbereiche für Lebensmitteltechnologen in Produktion, Kontrolle (Qualitätssicherung und -management), Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung, gerade auch bezüglich Lebensmittelsicherheit. Neue Arbeitsbereiche für Lebensmitteltechnologen erschließen sich auch mit dem wachsenden Markt für gesundheitsbezogene Lebensmittel wie „Functional Food“ und Wellness-Produkte. Weiterhin verlangt der zunehmende internationale Handel mit Lebensmitteln hoch sensible Systeme der Qualitätssicherung und ein effizientes Qualitätsmanagement. Auch hier werden zunehmend Stellen geschaffen.

Die Studienschwerpunkte „Sicherheit“ und „Gesundheit“ im Bachelor- und Masterstudium greifen diese Entwicklungen auf bzw. tragen aktuellen Aspekten Rechnung.