Grafik: Struktur Studiengang

Gemeinsamer Teil

Aus der Fülle der mathematischen Ideenwelt kann in einem Mathematikstudium natürlich nur ein relativ kleiner Ausschnitt angesprochen werden. Im Hinblick auf die Bedürfnisse der Praxis steht in unserem Studiengang die Vermittlung von Handwerkszeug für den/die „angewandte/-n“ Mathematiker/-in im Vordergrund:

  • Wesentliche Begriffe
  • Mathematische Schluss- und Argumentationsweisen
  • Grundlegende Erkenntnisse und Methoden

Gemeinsamer Kern der mathematischen Grundausbildung sind die Studienfächer:

  • Analysis
  • Lineare Algebra
  • Differentialgleichungen
  • Numerische Mathematik
  • Diskrete Mathematik
  • Wahrscheinlichkeitsrechnung.

In vielen Modulen kommt dabei auch Software wie Mathematica® oder MATLAB® zum Einsatz.

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Mathematik werden an ihren späteren Arbeitsplätzen überwiegend mit Computern umgehen. In den Lehrveranstaltungen zur Informatik wird den Studenten eine solide Grundlage der dafür notwendigen Kenntnisse gegeben.

Die Ausbildung erfolgt unter Benutzung gängiger Programmiersprachen und Betriebssysteme. Auf jeden Fall benutzt werden C bzw. C++ sowie das Betriebssystem WINDOWS. Kenntnisse in speziellen Sprachen und Betriebssystemen sind jedoch nicht vorrangiges Ziel der Lehrveranstaltungen.

Der Schwerpunkt liegt in der Vermittlung der in diesem Zusammenhang wesentlichen Begriffe, Methoden und Strukturen, damit die Absolventen sich auf dieser Grundlage leicht in andere Sprachen, andere Betriebssysteme und professionelle Programmsysteme einarbeiten können.

Die Anwendung dieser Kenntnisse umfasst mehrere Aspekte:

  • Zum einen soll man nach dem Studium zur Lösung mathematischer und anderer Probleme kleine bis mittelgroße Programme selbstständig und effizient erstellen können.
  • Darüber hinaus soll man aber die notwendigen Fähigkeiten erwerben, um in einem Team zusammen mit Ingenieuren, Informatikern und anderen Fachleuten an der Planung, Entwicklung, Pflege und Anwendung großer Programmsysteme erfolgreich mitzuarbeiten.
  • Der dritte wichtige Aspekt ist die eigene Fortbildung. Da gerade die Informationstechnik sich rapide weiterentwickelt, muss die Fähigkeit erworben werden, sich mit den ständigen Veränderungen auseinanderzusetzen zu können.

Schwerpunkte

Im Studienschwerpunkt Mathematik und Technik werden die Studenten berufsqualifizierend ausgebildet, um an der Lösung der vielfältigen Aufgaben in Naturwissenschaft und Technik mitzuarbeiten. 

Mathematiker/-innen und Ingenieurinnen/Ingenieure

Die in diesem Schwerpunkt Ausgebildeten zeichnen sich gegenüber ihren Arbeitspartnern, den Ingenieuren und Naturwissenschaftlern, durch vertiefte mathematische Methodenkenntnisse und deren Umsetzung in Software aus.

Am Beispiel des Computer Aided Design (CAD) lässt sich das verdeutlichen: Während Ingenieure in ihrem Studium vorwiegend lernen, wie man mit einem CAD-System z.B. Bauteile konstruiert, lernen Mathematiker, wie ein CAD-System aufbauend auf mathematischen und programmiertechnischen Methoden funktioniert und wie diese entwickelt werden.

So werden Mathematiker über die qualifizierte Anwendung hinaus Beiträge zur Entwicklung und Beurteilung graphischer und computergestützter Systeme leisten können. 

Überall, wo Daten in größerem Umfang erfasst, verarbeitet und für Berichte oder Entscheidungen aufbereitet und analysiert werden müssen, wird Mathematik gebraucht. Zur Beschreibung und Beurteilung wirtschaftlicher und empirischer Sachverhalte dienen Wirtschaftsmathematik und Statistik.

Typische Arbeitgeber passend zu diesem Studienschwerpunkt:

  • Banken
  • Versicherungen
  • wissenschaftliche und medizinische Forschungseinrichtungen
  • Umweltämter
  • statistische Ämter
  • Unternehmensberatungen
  • Wirtschafts- und Industrieunternehmen

Praxisprojekt

12 Wochen in einer Firma

Das Praxisprojekt setzt sich zusammen aus einer 12-wöchigen Praxisphase in einer Projektfirma oder einer geeigneten Forschungseinrichtung sowie einer Lehrveranstaltung zur Auswertung der Erfahrungen am Praxis-Arbeitsplatz. Die 12-wöchige betriebliche Arbeit (60 Werktage) findet im 7. Studienplansemester statt.

Während der praktischen Ausbildung werden die Studierenden sowohl von einer Lehrkraft der Beuth Hochschule als auch einem Mitarbeiter der Ausbildungsstelle jeweils individuell betreut.

Ziel

Ziel des Praxisprojektes ist es, eine enge Verbindung zwischen Studium und Berufspraxis herzustellen. Auf der Basis des in den ersten sechs Semestern erworbenen Grundlagenwissens sollen Anwendungskenntnisse und praktische Erfahrungen vermittelt und die Bearbeitung konkreter Probleme im angestrebten beruflichen Tätigkeitsfeld ermöglicht werden.