Nachfolgend finden Sie Themenvorschläge für Masterarbeiten. Diese verstehen sich tatsächlich als Vorschläge und können ggf. individuell angepasst werden. 

Heute oder auch in naher Zukunft zu dämmende Gebäude können bereits überdurchschnittlich gute Dämmwerte aufweisen, wenn sie in der Vergangenheit bereits saniert wurden oder nach 1995 (WSchV95 oder besser, bis hin zu EnEV 2002-2009) errichtet wurden. Dennoch liegen diese weit unter dem für 2050, wenn der Gebäudebestand einen um 80 % reduzierten Primärenergiebedarf aufweisen soll, angestrebten Standard. Es soll untersucht werden, welche technischen und ökonomischen Herausforderungen bzw. Grenzen sich bei einer beabsichtigten erneuten Energiebedarfsreduktion bei bereits gedämmten Gebäuden in Abhängigkeit des vorgefundenen Dämmstandards ergeben.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Erstellen von Regeln zur rechnerischen und gebäudetypabhängigen, ggf. auch nutzertypabhängigen Erfassung der bekannten Abweichungen zwischen Verbrauchs- und Bedarfswerten. Verbrauchsdatensammlung, Auswertung, Rechenregeln, ggf. internationaler Vergleich

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Analyse des Ist-Zustandes des Heizungsanlagenparks und der erwartbaren zukünftigen Entwicklung. Ermittlung von Übergangswahrscheinlichkeiten von einem Heizsystem auf ein anderes in Zeiten der Energiewende. Analyse der Umbaugeschwindigkeiten unter verschiedenen Randbedingungen.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Eine maximale Dämmstärke bzw. ein minimaler Wärmedurchgangskoeffizient lässt sich ökonomisch, primärenergetisch und ökologisch begründen. Primäre Einflussgrößen sind die Energiekosten, die bei der Dämmstoffproduktion anfallenden Energiemengen (graue Energie) und die CO2-Emissionen. Aber auch die Anlagenaufwandszahl des jeweiligen Heizungssystems (was wird durch Dämmung substituiert?) spielt eine erhebliche Rolle. Ferner könnten der Gebäudetyp, der schon erzielte Sanierungsgrad oder auch noch andere Aspekte wie die Luftdichtigkeit eine Bedeutung haben.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Zusammenhänge um die minimalen U-Werte heraus zu arbeiten und Extremwerte für die verschiedenen Fälle zu bestimmen. Über Annahmen (oder Rechenergebnisse) zur Entwicklung der Anlagenaufwandszahlen sind die Ergebnisse für in der Praxis auftretende Anwendungsfälle (Sanierung und Neubau) zusammen zu stellen. Ein Endergebnis der Arbeit könnte eine Übersicht über sinnvolle minimale U-Werte (oder Dämmstärken oder Wärmedurchlasswiderstände) in Abhängigkeit der Zielsetzung (z.B. betriebs- oder volkswirtschaftlich, ökologisch, gesamtenergetisch) sowie der verschiedenen, noch im Rahmen dieser Arbeit zu definierenden gebäude- und anlagenspezifischer Randbedingungen sein.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Kooperationspartner:    Arbeitskreis Energie Steglitz-Zehlendorf

Nachfolgend Themenideen, die in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Energie Steglitz-Zehlendorf entstanden sind, und hier fragmentarisch zur weiteren individuellen Ausformulierung zusammengestellt sind:

Im Zentrum steht die Frage, ob Bestandsgebäude so gedämmt werden müssen, wie es die EnEV und die KfW vorschreiben oder können gegliederte Fassaden und Berliner Kastenfenster erhalten werden und trotzdem ein Wert von 50-60 kWh/m2 a erreicht werden? Neben anderen Aspekten steht die Frage der Lüftung und der Schimmelvorbeugung hier im Zentrum. Darf man ein Fenster auf U=1 dämmen, wenn eine Wand einen schlechteren Wert hat? Diese Debatte zusammenzufassen (Fassadenleitfaden Neukölln) und weiterzuentwickeln wäre ein spannendes und zukunftsweisendes Thema. Ein damit in Verbindung stehendes Thema wäre die richtige Lüftung und das Thema Schimmel.

Es gibt kein wirklich gutes Merkblatt zum Thema Schimmel, das nicht mehr als 4-8 Seiten umfasst. Dieses könnte ein Baustein der Arbeit sein.

Lüftung ist natürlich ein sehr weites Feld und auch darum gibt es heftigen Streit in Berlin. Der Leitfaden ¨gute Luft an Schulen¨ wurde vom Senat zurückgezogen. Hier einfache, sinnvolle Lösungen zu finden, ist immer noch eine spannende Aufgabe. Es laufen z.Z. (Stand 2015) eine Reihe von Messprogrammen, noch eins mehr wäre wohl nicht dienlich, aber sich in diese Frage zu vertiefen im Hinblick auf preiswerten aber gesunden Wohnraum der Zukunft.

Ein weiterer Aspekt ist die Innendämmung und der Einsatz von Nanogel oder Vakuum-Isolierpaneele für den Mauerwerksanschluss.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Kooperationspartner:    Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW)

Auf Grundlage von Verbrauchs- und Kostendaten (z.B. Heiz. Und Betriebskostenabrechnungen) sowie technischen Angaben werden die Energieverbräuche und Betriebskosten energetisch modernisierter und neu errichteter Wohngebäude zweier Wohnungsgenossenschaften analysiert. Die Daten werden direkt durch die Genossenschaften bereitgestellt. Dabei werden auch laufende Betriebskosten (wie Wartung und Strom für Lüftungsanlagen) berücksichtigt. Ziel ist ein Überblick über Verbräuche und laufende Kosten verschiedener energetischer Standards.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Kooperationspartner:    Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW)

Daten über den Energieverbrauch von Gebäuden liegen in vielen verschiedenen Varianten vor, z.B. als Heizkostenabrechnung, als Vortrags-Präsentation, als Forschungsgutachten oder als eigene Auswertung eines Wohnungsunternehmens. Die Daten können nur für die Heizenergie oder für Heizen und Warmwasserbereitung vorliegen, absolut in kWh oder auf eine Fläche bezogen (Wohnfläche oder AN nach EnEV), sie können temperaturbereinigt sein oder nicht. Für eine Analyse sind diese Daten zuerst vergleichbar zu machen. Dafür wird eine Matrix erarbeitet. Anhand der Matrix kann eingeschätzt werden, ob alle Informationen für einen Vergleich vorliegen, d.h. die Datenqualität ausreichend ist. Alle vergleichbaren Daten werden zusammen mit Informationen über den energetischen Standard ausgewertet.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Kooperationspartner:    eZeit-Ingenieure, Taco Holthuizen, Fa. Caparol

Im Zuge der energetischen Sanierung von Mehrfamilienwohngebäuden wurden an fünf identischen Gebäuden fünf verschiedene Dämmsysteme verwendet. In die Dämmungen wurden Messfühler integriert, die Feuchte und Temperaturen aufnehmen. Die Daten stehen zur Auswertung zur Verfügung. Ziel ist eine Kosten/Nutzen-Analyse der fünf Systeme unter Berücksichtigung der jeweils resultierenden U-Werte und Speicherkapazitäten.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Kooperationspartner:    eZeit-Ingenieure, Taco Holthuizen

Im Zuge der energetischen Sanierung von Mehrfamilienwohngebäuden kamen an fünf identischen Gebäuden fünf verschiedene Dämmsysteme und eine vergleichsweise komplexe, aber sehr viel versprechende Anlagentechnik zum Einsatz. Die Gebäude werden messtechnisch erfasst. Für diese Gebäude sind die Endenergien, die Anlagenaufwandszahlen sowie die CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der verbauten grauen Energie (inkl. der Anlagentechnik) vergleichend darzustellen. Hieraus sollen baukonstruktive bzw. technische Bauempfehlungen abgeleitet werden.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

Kooperationspartner:    BAKA Bundesverband Altbausanierung e.V.

Im Zuge der energetischen Sanierung von Altbauten fallen immer wieder Themen aus der Praxis an. Diese können direkt mit dem BAKA besprochen werden.

Siehe auch hier.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrick Jochum

An einem Versuchstand auf dem Dach des Hauses Bauwesen ist die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Gründaches in Bezug auf die Abführung der sommerlichen Erwärmung über wasserdurchflossene Kühlflächen und Abgabe an die Umgebung zu untersuchen (gerne in Kooperation mit Thema 2/3).
Stichpunkte zur Tätigkeiten:
-    Praktische Inbetriebnahme des Versuchstandes unter Zuhilfenahme schon abgeschlossener Untersuchungen,
-    Erfassung, Auswertung und Darstellung der Messergebnisse,
-    Beurteilung der möglichen Kühlung und Gewährleistung des thermischen Komforts,
-    Erarbeitung geeigneter Betriebsweisen zur bedarfsgerechten Regelung,
Interessenten wenden sich an: Prof. Martin Behne, behne@beuth-hochschule.de

Die Pumpensteuerung des Versuchstands auf dem Dach des Hauses Bauwesen ist zu installieren und dem Bedarf angepasst zu konfigurieren (gerne in Kooperation mit Thema 1/3)
Stichpunkte zur Tätigkeiten:
-    Praktische Inbetriebnahme des Versuchstandes unter Zuhilfenahme schon abgeschlossener Untersuchungen,
-    Installation, Parametrierung und Inbetriebnahme einer Regeleinrichtung zur Pumpenregelung in Abhängigkeit relevanter Betriebsparameter,
-    Erfassung, Auswertung und Darstellung der Messergebnisse,
-    Erarbeitung geeigneter Betriebsweisen zur bedarfsgerechten Regelung
Interessenten wenden sich an: Prof. Martin Behne, behne@beuth-hochschule.de

Für die Messwerterfassung am Versuchstand auf dem Dach des Hauses Bauwesen sollen die Messwerte benutzerfreundlich dargestellt werden und für die Auswertung vorbereitet werden (gerne in Kooperation mit Thema 1/2).
Stichpunkte zur Tätigkeiten:
-    Praktische Inbetriebnahme des Versuchstandes unter Zuhilfenahme schon abgeschlossener Untersuchungen,
-    Automatisierung der Auslesung und Anzeige von unterschiedlichen Messwerten und Speicherung in geeignetem Format,
-    Entwicklung Software-Tool (ggf. auf Excel-Basis) zur Datenerfassung, Filterung (Zeitraum, Parameter etc.) und grafischen Darstellung der Ergebnisse,
-    Entwicklung eine App zur Fernabfrage der Betriebsparameter,
-    Darstellung von Messergebnissen in Kooperation einer weiteren Abschlussarbeit, die sich mit der Bewertung der Leistungsfähigkeit des Versuchsstandes beschäftigen wird (Studiengang Gebäude- und Energietechnik oder Architektur).
Interessenten wenden sich an: Prof. Martin Behne, behne@beuth-hochschule.de