Strahlentherapie gegen Krebs: Einblick in den Alltag eines Medizinphysikexperten im Helios Klinikum Berlin-Buch

Abbildung 1: Linearbeschleuniger (Truebeam) von Varian, im Helios Klinikum Berlin-Buch
Abbildung 2: Optimierung im Bestrahlungsplanungssystem Eclipse
Abbildung 3: frontales CT-Schnittbild durch männlichen Patienten

Im Jahr 2014 erhielten in Deutschland etwa 476.000 Menschen die Diagnose Krebs, dies zeigen die Zahlen des deutschen Krebsregisters. Die Neuerkrankungsrate steigt jährlich, so hat sich die Zahl der Betroffenen seit 1970 schon fast verdoppelt. 2014 ließen sich fast 223.000 Todesfälle auf Krebs zurückführen. Noch kann nicht jeder Krebspatient geheilt werden, jedoch tragen vor allem die Fortschritte in der Medizin und der Behandlung der Patienten dazu bei, dass die Sterberate zurückgeht. [1]

Erhält ein Patient die Diagnose Krebs, stellt sich die Frage nach der passenden Therapie. Die Strahlentherapie ist neben der Chirurgie und der Chemotherapie die wichtigste Behandlungsform in der Tumortherapie.

Aufgabe eines Medizinphysik-Experten: Bestrahlungsplanung

Entscheidet der behandelnde Arzt sich für die Strahlentherapie als geeignete Therapieform, so liegt es dann an den Medizinphysikexperten, einen Bestrahlungsplan zu erstellen. Je nach Art und Lage des Karzinoms eignen sich die verschiedenen Bestrahlungstechniken unterschiedlich gut. Durch neue Verfahren wie beispielsweise die volumenmodulierte Rotationstherapie (VMAT) können Tumoren höchstpräzise bestrahlt werden, während umliegendes Gewebe geschont wird. Zur Therapieplanung wird ein spezielles Bestrahlungsplanungssystem genutzt. In diesem Programm werden alle für die ausgewählte Bestrahlungstechnik relevanten Bestrahlungsparameter festgelegt und die Bestrahlung optimiert. Nach der Optimierung erfolgt die Berechnung der Dosisverteilung, anhand derer der Bestrahlungsplan bewertet wird.

Weitere Aufgaben des Medizinphysikexperten sind neben der Therapieplanung zur Tumorbehandlung auch Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung. Dabei wird überprüft, ob die zuvor berechnete Dosis der tatsächlich abgestrahlten Dosis entspricht. Darüber hinaus muss durch tägliche Konstanzprüfungen sichergestellt werden, dass alle Geräte einwandfrei funktionieren.

Weitere Aufgaben des Medizinphysikexperten sind neben der Therapieplanung zur Tumorbehandlung auch Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung. Dabei wird überprüft, ob die zuvor berechnete Dosis der tatsächlich abgestrahlten Dosis entspricht. Darüber hinaus muss durch tägliche Konstanzprüfungen sichergestellt werden, dass alle Geräte einwandfrei funktionieren.

Das Helios Klinikum als Praktikumsplatz

Das Helios Klinikum Berlin- Buch ist am Rande Berlins gelegen und gilt mit über 1000 Betten und mehr als 60 Fachabteilungen als ein Krankenhaus der Maximalversorgung. Jährlich werden im Klinikum mehr als 52.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten von über 2500 Mitarbeitern behandelt. Mit 8 Mitarbeitern stellt die medizinische Physik einen wichtigen Bestandteil der Radioonkologie dar. [2]

Das Praktikum im Helios Klinikum Berlin-Buch ermöglichte mir den Einblick in die Aufgaben eines Medizinphysikexperten. Ich konnte Studieninhalte, besonders zum Strahlenschutz und zur Strahlenphysik, in der Praxis anwenden. Unter Anleitung des sehr motivierten Teams der Medizinphysikexperten sammelte ich viele praktische Erfahrungen in der Strahlentherapie und konnte die Grundlagen der Bestrahlungsplanung lernen.

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[2]