Leibnitz-Institut für Astrophysik Potsdam

Im Rahmen der Praxisphase absolvierte ich ein Praktikum beim Leibnitz Institut für Astrophysik Potsdam (AIP). Das ehemalig genannte Astrophysikalische Institut Potsdam war weltweit das erste Institut für Astrophysik.

Heutzutage beschäftigt sich die Institution vorwiegend mit extragalaktischer Astrophysik, Sternphysik und Exoplaneten, kosmischen Magnetfeldern, der Robotik und der Entwicklung von Forschungstechnologien und Infrastrukturen. Es gibt mehrere Standorte auf denen Forschungsaktivitäten stattfinden. Innerhalb Potsdam zählen dazu der Forschungscampus Babelsberg, der Telegrafenberg und das LOFAR (Low Frequency Array) in Bornim. International gehören dazu das LBT, Arizona, USA und STELLA, Tenriffa, Spanien. Zu den bedeutendsten Projekten gehören die Spektographen MUSE, 4MOST und PEPSI. Inzwischen sind etwa 200 Mitarbeiter auf dem Forschunscampus Babelsberg tätig. Zu den Angestellten gehören z.B. Physiker, Astrophysiker, Informatiker und Ingenieure.

Inhalt des Praktikums

Innerhalb der Praxisphase lernte ich die verschiedenen Bereiche eines astrophysikalischen Instituts kennen. Demzufolge erhielt ich einen Einblick in die Sternwarte, die feinmechanische Werkstatt, die Optiklabore und die IT-Abteilung. Während des Praktikums war es meine Hauptaufgabe mich zuerst mit dem Fabry-Perot-Etalon und infolgedessen mit der Spektrographie auseinanderzusetzen. Meine Herausforderung bestand dann darin mit meinem Betreuer die einzelnen Bauteile zusammenzusetzen und den Fabry-Perot-Etalon zu justieren. Diesbezüglich konnte ich hautnah alle Prozesse miterleben, die zur Umsetzung eines Projektes binnen eines Instituts stattfinden. Infolgedessen führten wir mithilfe des Spektrographen verschiedene Messungen durch, um bestmögliche Lichtspektren erzielen zu können.

Praxisnahe Umsetzung von Lehrinhalten des Studiengangs Physikalische Technik - Medizinphysik

Im Labor halfen vor allem die Kenntnisse, die man sich in den Modulen OGT, MMT 2 und AO während des Studiums Medizinphysik/Physikalische Technik angeeignet hatte. Dementsprechend konnte ich viele Elemente aus der Optik/Laseroptik wiedererkennen und hatte somit einen direkten Bezug zu meinem Studium, da die fachlichen Inhalte bereits in Erfahrung gebracht wurden. Darüber hinaus benötigte man sowohl beim Zusammenbau des Fabry-Perot-Etalons sowie beim Umgang mit dem Spektrographen eine gewisse Fingerfertigkeit, da einzelne Bauteile sehr klein und schwierig zu montieren waren. Diesbezüglich war es für mich von Vorteil, dass ich das Wahlpflichtmodul Optische Verfahren an der Beuth-Hochschule belegt hatte und daher bereits mit ähnlichen Tätigkeiten vertraut war.

Fabry-Pérot-Etalon
Leipzig-Institut für Astrophysik