Mit Protonentherapie Augentumore bekämpfen - Das Helmholtz-Zentrum

Das im 2009 geborene Helmholtz-Zentrum Berlin, abgekürzt HZB, ist das Resultierende der Fusion zweier Forschungsinstitute. Und zwar das Hahn-Meitner-Institut und der Berliner Gesellschaft für Synchrotonsstrahlung GmbH (BESSY).

Das HZB befindet sich an zwei Standorten und zwar in Berlin Wannsee und Adlershof. In Berlin Wannsee existiert verschiedene Forschungsbereiche, u.a der für die Beschleunigerphysik, wo sich die Protonentherapie-Abteilung befindet. Da werden jedes Jahr mehrere Patienten mit Aderhautmelanomen und andere Augentumor-Typen erfolgreich behandelt.

Inhalt des Praktikums

Am HZB habe ich mich mehr mit der Strahlerzeugung und –Führung als mit der tatsächlichen Therapie beschäftigt. Ich durfte zum Beispiel den Vakuumrundgang machen. Da sollten die Druckwerte und Zustand der verschiedenen Ventile und Pumpen kontrolliert werden. Ich durfte auch bei der Bestrahlung von Filmen von anderen Firmen dabei sein und mitmachen. Danach sollte ich in einer Excel-Tabelle die verschiedenen Messparameter eingeben. Wie zum Beispiel die Bestrahlungszeit, die Art der bestrahlten Filme, die gesamte Anzahl der Protonen im Strahl usw... Außerdem war ich ein paar Wochen zuständig für die Annahme der Anrufe von Patienten. Es ging meistens um Fragen über die Termine zur Vorbereitung auf die Bestrahlung,die ich manchmal an den Mediziner weiterleiten musste.

Praxisnahe Umsetzung von Lehrinhalten des Studiengangs Physikalische Technik - Medizinphysik

Während der Praxisphase am HZB konnte ich fast jeden Tag die Kenntnisse aus dem Studium einbringen und verwenden, um verschiedene Sachen zu verstehen. Ich habe zum Beispiel an einem Therapietag beobachtet, wie man den Bragg-Peak je nach Tiefe des Tumors eines Patienten und bei gleicher Dosis, optimal verteilt, was wir damals in der Röntgentechnik-Vorlesung mit Herrn Buchgeister gelernt haben. Am HZB war die Verbindung zwischen Praxis- sowie Theorieelementen während des Praktikums perfekt. Bei Schwierigkeiten konnte ich jederzeit Fragen stellen und wurde von allen Mitarbeiter am Ort geholfen, egal ob Ingenieure, Medizinphysiker oder Ärtze.

Protonentherapie
Van-der-Graaf-Beschleuniger