Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) als Praktikumsplatz

Ein spannender Einblick in den Arbeitsalltag einer Forschungseinrichtung

Die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Sie ist aus dem 1871 gegründeten staatlichen Materialprüfungsamt und der 1920 gegründeten chemisch-technischen Reichsanstalt entstanden. Ihr Hauptsitz, in welchem ich als Praktikant tätig war, befindet sich in Berlin Lichterfelde. Darüber hinaus gibt es noch zwei Zweigstellen in Adlershof und in der Fabeckstraße sowie ein Testgelände in Horstwalde. Die Tätigkeits– und Aufgabenbereiche der BAM umfassen die gesamte öffentliche technische und chemische Sicherheit. 1660 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten hier in elf Abteilungen, die sich wiederum in 72 Fachbereiche und Referate aufteilen.

Fachbereich 6.2 - Grenzflächenprozesse und Korrosion

Die Abteilung, in der ich mein Praktikum absolviert habe, befasst sich mit dem Gebiet der Analyse von Grenzflächenprozessen und der Entwicklung neuer Methoden zur Oberflächenstrukturierung und -funktionalisierung. Dabei werden mikroskopische und spektroskopische Techniken zusammen mit der Elektrochemie angewendet, um Korrosionsmechanismen zu untersuchen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden eingesetzt, um laserbasierte Techniken zur Mikro- und Nanostrukturierung von Oberflächen und Dünnfilmbeschichtungssystemen für den Korrosionsschutz zu entwickeln.

Inhalt des Praktikums

In meiner praktischen Arbeit wurde mir die Aufgabe gestellt, das Korrosionsverhalten von unterschiedlichen Metallen (z.B. Edelstahl, Eisen) zu untersuchen. Dafür musste ich mehrere Multielektroden anfertigen, welche für die Messungen essenziell waren. Des Weiteren untersuchte ich, mit welchen Inhibitoren sich die Korrosion auf den jeweiligen Materialien am besten passivieren lässt. Zur Bewältigung dieser Aufgaben waren die Kenntnisse der physikalisch- technischen Messtechnik in Verbindung mit den Grundlagen der Chemie gefordert. Das stellte für mich durchaus eine Herausforderung dar, da es über mein Studiengebiet hinausging. Ich konnte mich jedoch stets mit Fragen und Problemen an die freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter des Bereichs wenden, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte.

Die Arbeit im Labor hat mir viele lehrreiche Einblicke in das Gebiet der Materialprüfung ermöglicht und so mein Interesse für Fragen der Materialforschung vertieft.

Weitere Informationen: Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM)

Korrosion auf der Oberfläche eines Eisendrahtes unter dem Mikroskop